Qualität durch jahrzehntelange Erfahrung, Werkstofftechnik und umfassende Prüfungen
Wir erfüllen höchste Ansprüche und Qualitätsstandards unserer renommierten europäischen Kunden.
Bei BENDS and WELDS beginnt Qualität nicht erst bei der Endabnahme. Sie begleitet den gesamten Herstellungsprozess – von der Auswahl des Vormaterials über die Fertigung und Prüfung bis hin zur Dokumentation und Auslieferung.
Klare Prozesse, qualifizierte Mitarbeiter, moderne Prüftechnik und vollständige Rückverfolgbarkeit bilden die Grundlage für die Einhaltung anspruchsvoller Projekt- und Kundenspezifikationen.
Qualitätsmanagement und Zertifizierungen
Zertifizierte Prozesse und Standards
BENDS and WELDS arbeitet auf Basis etablierter Management- und Qualitätssysteme. Regelmäßige interne und externe Audits stellen sicher, dass Prozesse kontinuierlich überwacht und weiterentwickelt werden.
Unsere Zertifizierungen und Zulassungen umfassen unter anderem:
- DIN EN ISO 9001
- DIN ISO 45001
- DIN EN 1090-2 EXC4
- Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU (PED)
- AD 2000-Regelwerk
Akkreditiertes Prüflabor
Zerstörungsfreie und zerstörende Prüfungen im Werk
Um die Qualität unserer Produkte sicherzustellen, werden zerstörungsfreie und zerstörende Prüfungen entsprechend nationalen und internationalen Normen durchgeführt. Art und Umfang der Prüfungen richten sich dabei nach den jeweiligen Projektanforderungen und Anwendungsbereichen.
Die zerstörenden Prüfungen werden bei BENDS and WELDS in einem eigenen unabhängigen Prüflabor direkt am Produktionsstandort durchgeführt. Das Prüflabor arbeitet nach höchsten Qualitätsstandards und ist nach EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Die Akkreditierung und Überwachung erfolgt durch die tschechische Akkreditierungsstelle.
Der große Vorteil des eigenen unabhängigen Prüflabors liegt in der flexiblen und schnellen Durchführung von Prüfungen sowie der effizienten Abwicklung von Fremdabnahmen direkt vor Ort.
Zu den typischen zerstörenden Prüfungen zählen unter anderem Zugversuche, Kerbschlagbiegeversuche und Biegeversuche. Darüber hinaus führen wir verschiedene zerstörungsfreie Prüfungen wie Ultraschallprüfungen, Magnetpulverprüfungen, Farbeindringprüfungen, Durchstrahlprüfungen und Härteprüfungen durch.
Rückverfolgbarkeit und Dokumentation
Vollständige Nachvollziehbarkeit
Während des gesamten Fertigungsprozesses werden alle relevanten Material-, Fertigungs- und Prüfdaten systematisch erfasst und dokumentiert.
Dadurch kann jeder einzelne Rohrbogen vom Vormaterial bis zum fertigen Produkt vollständig zurückverfolgt werden. Die Dokumentation wird entsprechend den jeweiligen Projektanforderungen erstellt und begleitet die Lieferung an den Kunden.
Je nach Spezifikation umfasst die Dokumentation unter anderem:
- Lieferdokumentation
- Vormaterialzeugnisse
- 3.1- oder 3.2-Zeugnisse nach DIN EN 10204
- Wärmebehandlungsdiagramme
- Prüfprotokolle
- Maßprotokolle
- Beschichtungszeugnisse
Internationale Fremdabnahmen
Qualität unter unabhängiger Kontrolle
Fremdabnahmen durch international anerkannte Prüf- und Zertifizierungsgesellschaften sind fester Bestandteil vieler Projekte.
Unsere Produkte und Fertigungsprozesse werden regelmäßig durch unabhängige Organisationen begleitet und geprüft. Hierzu zählen unter anderem:
- Vinçotte
- Bureau Veritas
- TÜV
- Lloyd’s Register
- UDT
- Apragaz
- DNV
- weitere projektbezogen beauftragte Organisationen
Die langjährige Zusammenarbeit mit diesen Institutionen bestätigt die Qualität unserer Produkte sowie die Zuverlässigkeit unserer Fertigungs- und Prüfprozesse.
Prüfverfahren
Umfassende Prüfungen entsprechend Projektanforderungen
Je nach Werkstoff, Anwendungsbereich und Kundenspezifikation führen wir zerstörungsfreie sowie mechanisch-technologische Prüfungen durch.
Die Durchführung erfolgt entsprechend den jeweiligen Projektanforderungen, Normen und Kundenspezifikationen.
Zerstörende Prüfungen
Der Zugversuch ist ein genormtes Standardverfahren der Werkstoffprüfung zur Ermittlung von Festigkeits- und Verformungskenngrößen, welche die Grundlagen von Festigkeitsberechnungen bilden.
Im Zugversuch werden Proben mit kleiner Querschnittsfläche bis zum Bruch gedehnt, wobei die Kraft gleichmäßig, stossfrei und mit einer geringen Geschwindigkeit aufgebracht wird. Während des Versuchs werden die Kraft F an der Probe und die Längenänderung ΔL in der Messstrecke der Probe kontinuierlich gemessen. Aus der Kraft wird mit der Querschnittsfläche der undeformierten Probe S0 die Nennspannung σn: σn=F/S0 berechnet, aus der Längenänderung ΔL bestimmt man die Dehnung ε mit Bezug auf die Ausgangslänge der Messstrecke L0: ε=ΔL/L0.
Das Ergebnis des Zugversuchs ist das Spannungs-/Dehnungs-Diagramm. Daraus können die technischen Werkstoffkenngrößen abgelesen werden.
Der Kerbschlagbiegeversuch ermittelt die Zähigkeit einer Materialprobe. Der längliche Quader aus dem zu untersuchenden Materials ist einseitig gekerbt (meist V-, seltener U-Kerbe) und wird bei Raumtemperatur oder niedrigeren Temperaturen getestet.
Der Versuch besteht darin, dass ein Pendelhammer mit einer bestimmten kinetischen Energie auf die ungekerbte Rückseite der Probe trifft und sie dabei zerschlägt. Dabei wird die Materialprobe stark plastisch verformt und/oder teilweise oder ganz gebrochen, wobei sie einen Teil der kinetischen Energie des Pendelhammers verbraucht. Der Betrag ist je nach Material sowie Temperatur unterschiedlich.
Entsprechend der Energie, die das Zerschlagen der Probe verbraucht (wie zäh sie ist), schwingt der Pendelhammer auf der anderen Seite weniger hoch. Würde er widerstandsfrei durchschwingen, würde er dieselbe Höhe wie am Anfang erreichen.
Ermittelt wird somit die Kerbschlagarbeit K in Joule, für einen bestimmten Werkstoff bei einer bestimmten Temperatur.
Eine aus einer Schweißverbindung entnommene Probe wird durch Biegen, ohne die Biegerichtung umzukehren, plastisch verformt. Dabei befinden sich eine der Oberflächen oder die Querschnitte der Schweißverbindung im Zug.
Die Probe wird auf zwei parallele Stützrollen gelegt, wobei sich die Schweißnaht in der Mitte des Rollenabstandes befindet. Die Probe ist in der Mitte der Spannweite durch allmähliches und kontinuierliches Aufbringen der Belastung auf die Achse der Schweißnaht zu biegen, wobei die Last durch den eingesetzten Biegedorn senkrecht auf die Probenoberfläche einwirkt. Nach dem Biegen um meist 180° sind die äußeren Oberflächen der Probe zu überprüfen.
Zerstörungsfreie Prüfungen
Die Ultraschallprüfung ist ein akustisches Verfahren zum Auffinden von Materialfehlern, bei welchem Ultraschall verwendet wird.
Hierbei wird auf der Oberfläche des Prüfstückes ein Koppelmittel aufgetragen. Mittels eines Prüfkopfes, welcher Ultraschall von 0,2 bis 50 MHz aussendet und empfängt, wird die zu prüfende Oberfläche abgefahren.
An Grenzflächen (z. B. ein Hohlraum, ein Einschluss, ein Riss oder eine andere Trennung im Gefüge) im Inneren des zu prüfenden Teils wird der Schallimpuls reflektiert und an den Schwinger im Prüfkopf zurückgesendet. Die vergangene Zeit zwischen Senden und Empfangen lässt die Berechnung des Weges zu. Anhand der gemessenen Zeitdifferenz wird ein Signalbild erzeugt und auf einem Monitor sichtbar gemacht. Anhand dieses Bildes kann die Lage bestimmt und die Größe des Fehlers abgeschätzt werden.
Die Magnetpulverprüfung ist ein Verfahren zum Nachweis von Rissen oder Hohlräumen in oder nah der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe.
Dabei wird das Werkstück zunächst im Prüfbereich magnetisiert. Die magnetischen Kraftlinien fließen durch das Material. Fehlstellen können den magnetischen Fluss nicht im gleichen Umfang unterstützen. Wenn die Flusslinien auf Fehlstellen treffen, wird ein Teil des Flusses nach außen senkrecht in die Luft gestreut. Die Magnetisierung kann z. B. mit einer Stromdurchflutung, einem Magnetjoch oder auch mit Handmagneten erfolgen.
Der Prüfbereich wird entweder mit fluoreszierend eingefärbtem Eisenpulver oder schwarzem Eisenpulver auf weißer Hintergrundfarbe (schwarz/weiß Prüfung) behandelt. An Rissen und Fehlstellen setzt sich das Eisenpulver fest, da es dort zu Magnetfeldveränderungen (Streufeldern) kommt.
Die Farbeindringprüfung ist eine zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, bei der die Kapillarkräfte von feinen Oberflächenrissen und Poren genutzt werden, um diese sichtbar zu machen. Als Prüfmittelsystem für die Eindringprüfung gilt die Kombination von Eindringmittel, Zwischenreiniger und Entwickler. Besonderer Unterschied der Eindringprüfung zur Magnetpulverprüfung ist, dass Fehler wie Risse, Poren etc. auch an nicht magnetisierbaren Werkstoffen nachgewiesen werden können.
Die Durchstrahlungsprüfung ist ein bildgebendes Verfahren der Werkstoffprüfung zur Darstellung von Materialfehlern. Mit Hilfe eines geeigneten Strahlers (z.B. einer Röntgenröhre) wird die Dichte des Werkstückes auf einem Röntgenfilm abgebildet.
Auf dem Röntgenfilm erscheint ein Projektionsbild des Bauteils. An der unterschiedlichen Schwärzung lässt sich die abweichende Materialdicke oder -dichte erkennen. Je dicker oder dichter ein Bauteil, umso weniger Strahlung kann es durchdringen und umso heller erscheint der Röntgenfilm.
Die Durchstrahlungsprüfung ist insbesondere ein Standardverfahren zur Prüfung sicherheitsrelevanter Schweißnähte, z. B. in Kraftwerken.
Bei der Härteprüfung werden mittels Härtegeräten Vergleichtests zur Bestimmung der Härte durchgeführt.
Die Verfahren nach Vickers, Brinell, und Rockwell sind die bekanntesten und am häufigsten verwendeten.
Ein Härteprüfgerät hat im Allgemeinen einen Eindringkörper. Mit diesem wird die Probe meist mit einer definierten Kraft und einer vorgegebenen Zeit belastet. Dabei entsteht ein Abdruck, welcher dann vermessen wird.